Gemeinschaft der Gemeinden

Rheydt West

 

Pfarre Herz Jesu

Im Sakrament der Firmung bestätigen Christinnen und Christen ihre Taufe, bei der sie (meist) noch nicht in der Lage waren, ihre Zustimmung zur Aufnahme in die Gemeinschaft der Glaubenden zu geben.

Jedes Jahr findet in unserer GdG eine Firmfeier statt, etwa um den 31.10. jedes Jahres. Die Vorbereitungszeit startet im Januar mit einem unverbindlichen Informationsabend. Im Februar beginnen die Gruppenstunden, insgesamt sollen es etwa 10 - 15 Gruppenstundentermine sein. Meist wird auch eine thematische Fahrt mit zwei Übernachtungen angeboten.Wir schreiben zur Vorbereitung auf den Empfang dieses Sakraments im Dezember alle Jugendlichen an, die am Firmtag zwischen 16 und 18 Jahre alt sind. Selbstverständlich können sich auch Jugendliche aus anderen Gemeinden anmelden. Der Kurs zur Vorbereitung dauert etwa ein halbes Jahr und wird von erwachsenen und erfahrenen Katecheten begleitet. Die Leitung der Firmvorbereitung liegt in der Hand von Gemeindereferent Albert Bettin.

Erwachsene, die das Sakrament der Firmung noch nicht empfangen haben, können sich bei Pfarrer Michael Schicks melden.

Auch in diesem Jahr haben sich wieder 28 junge Menschen gemeinsam darauf vorbereitet, zur Firmung zu gehen. Ich schreibe hier bewusst „junge Menschen“. Es sind zumeist Menschen, die auf dem Weg sind, in das erwachsene, eigenvorantwortete Leben zu gehen. Sie befinden sich an einem wichtigen Punkt ihres Lebens, in dem bis jetzt vieles durch die Eltern oder nahen Verwandten vorbestimmt wurde. Nun heißt es für viele: „Du musst selbst entscheiden, was du willst und was gut für dich ist!“ Es heißt: „Du musst dir Gedanken machen, wie dein Weg weitergehen soll, besonders in Bezug auf die berufliche Laufbahn, der du bald schon eine Richtung geben musst!“ Bald folgt die Ausbildung oder sogar ein Studium, was dafür sorgt, dass nicht mehr die gewohnte Nähe, das gewohnte Umfeld um einen herum ist.

Aber was hat das mit der Firmung zu tun?

Wie ich finde sehr viel! Denn auch die gesellschaftliche und religiöse Verantwortung an sich selbst und den Mitmenschen wird in diesem Alter zu einem wichtigen Thema, in dem Entscheidungen getroffen werden müssen. Es kommen die üblichen Fragen des Lebens auf: „Woher komme ich? Wer bin ich?“ und: „Wohin gehe ich?“ Fragen, die nicht leicht zu beantworten sind und einen Prozess benötigen. Eine Frage ist jedoch, in Bezug auf die Firmung, die wichtigste: „Glaube ich eigentlich an einen Gott?“ Um eine klare Entscheidung herbeizuführen, die entweder sagt: „Nein eigentlich ist mein Weg mit der Kirche erstmal zu Ende.“ Oder eben: „ja ich glaube und ich glaube auch, dass es gut ist weiter mit den Menschen in der Gemeinschaft der Kirche unterwegs zu sein.

Junge Menschen entscheiden sich bewusst für oder gegen den weiteren Weg in und mit der Gemeinschaft der Kirche. Das ist im Grunde Firmung. Religiöses Erwachsenwerden! Und es ist keine Schande, wenn jemand sagt: „Nein, momentan (noch) nicht!“ Wichtig ist eine offene und ehrliche Entscheidung!

Wenn sich am 15. Oktober 2017 um 11:15 Uhr in unserer GdG wieder 28 junge Menschen, durch Weihbischof Johannes Bündgens firmen lassen, dann tun sie dies bewusst und aus eigener Entscheidung!

Ich wünsche allen Firmkandidatinnen und Kandidaten eine wirkungsvolle Firmung, die sie in ihrem Handeln und in ihren Entscheidungen nur mehr bestärkt!

Alexander Tetzlaff

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