Gemeinschaft der Gemeinden

Rheydt West

 

Pfarre Herz Jesu

Im Sakrament der Firmung bestätigen Christinnen und Christen ihre Taufe, bei der sie (meist) noch nicht in der Lage waren, ihre Zustimmung zur Aufnahme in die Gemeinschaft der Glaubenden zu geben.

Jedes Jahr findet in unserer GdG eine Firmfeier statt, etwa um den 31.10. jedes Jahres. Die Vorbereitungszeit startet im Januar mit einem unverbindlichen Informationsabend. Im Februar beginnen die Gruppenstunden, insgesamt sollen es etwa 10 - 15 Gruppenstundentermine sein. Meist wird auch eine thematische Fahrt mit zwei Übernachtungen angeboten.Wir schreiben zur Vorbereitung auf den Empfang dieses Sakraments im Dezember alle Jugendlichen an, die am Firmtag zwischen 16 und 18 Jahre alt sind. Selbstverständlich können sich auch Jugendliche aus anderen Gemeinden anmelden. Der Kurs zur Vorbereitung dauert etwa ein halbes Jahr und wird von erwachsenen und erfahrenen Katecheten begleitet. Die Leitung der Firmvorbereitung liegt in der Hand von Gemeindereferent Albert Bettin.

Erwachsene, die das Sakrament der Firmung noch nicht empfangen haben, können sich bei Pfarrer Michael Schicks melden.

 

 

 

Firmung 2017
 
Am 15. Oktober fand in der Pfarrkirche Herz Jesu die diesjährige Firmung unserer GdG statt, bei der 26 junge Leute - nach etwa einem halben Jahr der Vorbereitung - durch Weihbischof Dr. Johannes Bündgens das Sakrament des Geistes empfingen.
Zwei Texte umrahmten die Feier, die es zu lesen wirklich lohnt und die aufgreifen, worum es bei diesem Sakrament geht:
 
„Hallo liebe Gemeinde!
Wir möchten Ihnen in einem kurzen Text erklären,
Warum wir uns für die Firmung entschieden haben.
Wir haben uns für die Firmung entschieden, weil
Wir eine stärkere Verbindung zu Gott aufbauen wollen
Und diese auch weitergeben möchten,
Weil wir den inneren Frieden finden wollen
Und diesen weitergeben möchten,
Damit wir unsere Taufe vollenden
Und den Heiligen Geist empfangen,
Um die Frage „Warum“ besser beantworten zu können
Mit unsrem Glaubensbekenntnis,
Um das dritte Sakrament zu erfüllen
Und um dies zu vollenden,
Damit wir unser Vertrauen untereinander
Und zu anderen verstärken,
Um eine Gemeinschaft zu werden,
die mehr zusammenhält,
Damit wir uns bewusst für Gott entscheiden können,
da wir bei der Taufe zu klein dafür waren,
Um uns durch unseren Glauben stark,
Geborgen und sicher zu fühlen
Und Unerklärliches durch unseren Glauben erklären zu können.
Deswegen liebe Eltern, Freunde und Verwandte,
Haben wir uns Für die Firmung entschieden.“
 
„Hallo!
Um ehrlich zu sein, war ich heute Morgen sehr aufgeregt, als mir bewusst wurde, dass heute der Tag ist, auf den wir uns so lange vorbereitet und vor allem gefreut haben. Jeder von uns hat aus dieser Reise bis hierhin etwas mitgenommen, und nun möchte ich etwas von meiner erzählen.
Beginnen möchte ich damit, dass meine Eltern sich entschieden, mich als Baby taufen zu lassen. Mit neun Jahren ging ich zur Kommunion. Trotzdem kann ich nicht behaupten, religiös erzogen worden zu sein. Das klingt vielleicht wie ein Widerspruch, doch heute habe ich verstanden, dass es kein Widerspruch ist, da – egal welche Einflüsse auf einen Menschen einwirken – der Glaube nur in einem selber wachsen kann.
Ich wusste schon immer, dass es einen Gott gibt, doch mir fehlte die Aufklärung für alles andere. Von meinen Eltern und mir nahestehenden Personen habe ich vermittelt bekommen, offen zu sein und nicht wertend auf Menschen zuzugehen. Doch dies steht nicht unbedingt in religiösem Zusammenhang für mich. Sehr bald stellte ich mir also die Frage: An was glaube ich eigentlich? Wo gehöre ich hin? und vor allem: Wie ist meine Beziehung zu Gott?
Diese Fragen machten mich unruhig, weil ich nirgends eine Antwort darauf fand. So lernte ich eine Art von Umgang mit Religion bei meinen Freundinnen kennen, die allerdings dem Islam angehören. Häufige Einladungen und Gespräche, die mich Teil werden ließen, haben mir viel Freude bereitet. Die Menschen, die ich kennenlernte, waren so sicher in dem, was sie taten, und wirkten auf mich sehr überzeugt von ihrem Lebens- bzw. Glaubensweg. So fragte ich mich: Warum wissen alle so genau, woran sie glauben, nur ich nicht? Bin ich unreligiös? Stimmt etwa alles nicht, was ich über meine Religion gehört habe? Soll ich konvertieren, um einen Glauben zu haben?
Doch genau in dem Moment der immer wiederkehrenden inneren Zerbrechlichkeit beschloss ich, mich meiner eigenen Religion zu widmen und meine Fragen und Zweifel zu beantworten. Die Zeit in der Firmung und vor allem die Zeit in dieser Gemeinde hat mir beantwortet, woran ich glaube und wie ich zu meinem Glauben stehe. Man hatte immer ein offenes Ohr für mich, im persönlichen Gespräch konnte ich mich öffnen, und mir wurde Vertrauen und Zuwendung vermittelt, so dass mir bewusst wurde, wohin ich gehöre.
Für mich konnte ich beantworten: Du musst nichts „sein“, denn du „bist“. Danke!“
 
(Jana Hermanns)
 
Ein herzlicher Dank geht an den Leiter der diesjährigen Firmvorbereitung, Gemeindeassistent Alexander Tetzlaff, und die Katechetinnen Elisabeth Tetzlaff, Lisa Bischof und Annemarie Köhler.
 
Für die Firmung 2018 werden Anfang Dezember Briefe an diejenigen „Einwohner“ unserer Pfarre verschickt, die im nächsten Jahr 16, 17 oder 18 Jahre alt sind – gerne dürfen sich auch Menschen von außerhalb der Gemeinden melden, die eine Verbindung zu uns oder den Kandidaten und Kandidatinnen haben.
 
Albert Bettin

 

 

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