Gemeinschaft der Gemeinden

Rheydt West

 

Pfarre Herz Jesu

Ja, wir sind mit’m Radel da...
 
Ganz so weit wie im Liedtext von Heinz Erhardt – „radelt mit nach Afrika“ – haben es die begeisterten Drahteselliebhaber der Kolpingsfamilie aus Ohler samt Freunden und Familien in diesem Jahr nicht geschafft.

Von April bis Oktober fanden je nach Wetterlage und Anzahl der Radliebhaber jeden Mittwoch die Tour de MG-ActionTown und des benachbarten Niederrheins statt. Meistens angeführt von unserem Radelveteranen Werner, der die Routengestaltung aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung immer wieder interessant für alle Sinne, also für Leib und Seele, gestaltete.

Von den Siedlungen im Wickrather Land über das Rheindahlener Kappesland vorbei an den Relikten der Vergangenheit in Form von mächtigen Schlössern, Wassertürmen und kleinen Bächen bis hin zu den stolzen Höhen in Süchteln führten die wöchentlichen Touren.
Eines der obersten Gebote bei eine jeder Tour ist die Verpflegung, denn ohne ein wohlverdientes Eis in einer der unzähligen Eisdielen rund um unsere Perle vom Niederrhein wird keine Radtour abgeschlossen. Es wird auch gemunkelt, dass ab und an auch mal eine etwas herzhaftere Stärkung in Form von Gerstensaft und Mantaplatte gefrönt wurde.
Neben diesen überschaubaren wöchentlichen Abenteurern fanden im Laufe des Frühlings und Sommers auch größere Tagestouren bei unseren fahrradverrückten Nachbarn im Westen statt. Vorbei an Seen, Schlössern, dem Nordkanal, riesigen Gewächshäusern, duftenden Rosensträuchern und Überquerungen der reißenden Maas mit einer Fähre unter musikalischer Begleitung einer traditionellen Holländischen Musikkapelle fanden auch diese Touren großen Anklang bei Jung und Alt.
Ab und an kam es auch immer mal wieder zu kleinen Frotzeleien zwischen den auf natürliche Muskelkraft setzenden und den auf moderne Technik setzenden Radfahrern, wenn eine etwas stärkere Steigung anstand oder der allseits beliebte Gegenwind nicht nachgab.
 
Abschließend bedanken wir uns recht herzlich bei unserem Drahteselveteran für die mustergültige Organisation der mit Anekdoten und Fakten gespickten Touren. Wir freuen uns schon auf die nächsten Touren in 2019, frei nach dem Motto – Ja, wir sind mit’m Radel da...
 
Für die Kolpingsfamilie – Maximilian Maritzen
Kolpingwallfahrt 2018
 

„Es wohnt dort ein kerniger Menschenschlag, der offenherzig und frei gerne von dem erzählt, was man wissen möchte.“

(Artikel aus einer Gladbacher Tageszeitung von 1934).

Mit diesen Worten begann Werner Pongratz die diesjährige Kolpingwallfahrt für den Bezirk Mönchengladbach die den Anwesenden die Geschichte der Honschaft Ohler / Ohlerfeld mit Blick auf Migration, Ökumene, Glaube und Handwerk von den Nachkriegsjahren bis Heute näher brachte.

Die Wallfahrt begann direkt im Anschluss an einen mit ca 80 Gläubigen gut besuchten Wortgottesdienst in St. Konrad. Werner Pongratz begann mit einem historischen Einordnung der Honschaft von der französischen Besatzung des Rheinlandes 1797 über die Gründung des Bistums Aachens (1804) über den Bau einer Kapelle für Ohler (1854) über den Bau / Brand und Neubau der jetzigen Kirche samt  Grundsteinlegung (1963). Den Zuhörern erklärte Werner Pongratz mit Charme, Augenzwinkern und Humor die Lage, in der sich Ohler und später auch Ohlerfeld immer wieder befanden und welche Bedeutung die Brüder des Kamillus für den Glauben und die Gottesdienste hatten. Die Honschaft gehörte politisch/kommunal zu M’Gladbach und kirchlich zu St.Marien Rheydt - und Ohlerfeld gehörte kirchlich zu St.Michael Holt. Erst 1961 wurde Ohler/Ohlerfeld eine eigenständige Gemeinde. Nach diesem ersten geschichtlichen Exkurs, den Werner Pongratz sich durch Lektüre von unzähligen Chroniken, Gesprächen mit Zeitzeugen und schlussendlich auch seiner eigenen  Geschichte herausgearbeitet hatte, zogen die rund 40 Wallfahrtsbegleiter in ihren Bann.

„Mast und Schotbruch“


Vom 24. Bis zum 26. August 2018 stach zum zehnten Mal eine tapfere Besatzung mit dem Plattbodenschiff Pouwel Jonas in See, um den Herausforderungen des Ijsselmeers und seiner Wetterkapriolen zu trotzen. 32 mutige Seelen der Kolpingsfamilie und befreundete Segelbegeisterte von nah und fern machten sich auf dem Weg, um von Kampen nach Enkhuizen zu segeln. Es wird  gemunkelt, dass sich vor Enkhuizen das Bermudadreieck des Ijsselmeers befindet, dazu später mehr. Wir wurden wie jedes Jahr fachkundig und herzlich betreut durch Skipper Henri und in diesem Jahr erstmalig durch Maat Markus.

Neueste Artikel: